Medikamente im Backpack
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Schritt 6: Gesundheit und Vorsorge

Niemand beschäftigt sich gerne mit Krankheiten, bevor die Reise überhaupt losgeht. Aber eine gute Vorbereitung spart dir unterwegs viel Stress. Besonders bei Impfungen musst du frühzeitig anfangen, da manche Wirkstoffe mehrere Wochen Abstand brauchen.

Der Besuch beim Tropenmediziner

Geh etwa vier bis sechs Monate vor dem Abflug zu einem Tropenmediziner oder in eine Gelbfieber-Impfstelle. Hausärzte haben oft nicht alle Impfstoffe vorrätig und kennen die aktuelle Lage in den Reiseländern weniger gut.
Bring deinen alten Impfpass mit. Der Arzt schaut sich deine Route an und sagt dir genau, was du brauchst.

Häufige Impfungen für Weltreisende sind:

  • Hepatitis A und B: Standard für fast alle Regionen außerhalb Europas.
  • Tollwut: Wichtig, wenn du viel in ländlichen Gegenden oder in Ländern mit vielen Straßenhunden (wie Indien oder Thailand) unterwegs bist.
  • Japanische Enzephalitis: Vor allem bei langen Aufenthalten in Asien und ländlichen Gebieten sinnvoll.
  • Typhus: Wird durch verunreinigtes Wasser oder Essen übertragen.
  • Gelbfieber: Für manche Länder in Afrika und Südamerika sogar Pflicht für die Einreise.

Kosten: Die Impfungen können insgesamt 500 bis 800 Euro kosten. Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen diese Kosten als freiwillige Leistung, wenn es sich um eine private Auslandsreise handelt. Du musst das Geld meistens vorstrecken und bekommst es nach Einreichen der Rechnungen zurück.

Die Reiseapotheke

Pack nicht zu viel ein. In fast jedem Land gibt es Apotheken, die oft sogar besser ausgestattet sind als in Deutschland. Deine Basis-Ausstattung sollte in eine kleine Tasche passen:

ProduktZweck
Pflaster und DesinfektionssprayFür kleine Schnittwunden oder Blasen.
Schmerzmittel (Ibuprofen / Paracetamol)Gegen Kopfschmerzen oder Fieber.
Mittel gegen DurchfallElektrolyte und Kohletabletten.
InsektenschutzKauf das am besten eins mit „DEET“ oder Icaridin, da diese oft besser gegen Mücken wirken. Vor Ort kommst du auch immer an Nachschub.

Wenn du regelmäßig Medikamente nehmen musst, lass dir vom Arzt ein englischsprachiges Attest ausstellen. So gibt es beim Zoll keine Probleme.

Vor Ort gesund bleiben

Die meisten Krankheiten auf Reisen fängst du dir über das Essen oder Wasser ein. Es gibt einen alten Backpacker-Spruch: „Cook it, peel it or forget it“ (Koch es, schäl es oder vergiss es). Was außerdem auch oft zu einer Magen-Darm-Erkrankung führt, sind Bakterien auf den Händen die beispielsweise durch Geldscheine übertragen werden können. Deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig die Hände zu waschen oder ein Handdesinfektionsmittel dabei zu haben.

  • Leitungswasser: Trink niemals Leitungswasser in Ländern, in denen die Qualität nicht garantiert ist. Das gilt vor allem für Asien, Afrika und Süd-/Zentralamerika. Kauf stattdessen abgefülltes Wasser oder nutz einen Wasserfilter. Montezuma’s Rache (Durchfall) ist zwar meistens harmlos, aber es ist trotzdem besser, ihn zu vermeiden. Mich selber hat es auf meiner ersten Weltreise in Bali und Thailand erwischt, und das war wirklich kein Spaß.
  • Straßenküchen: Vertrau deinem Bauchgefühl. Wenn an einem Stand viele Einheimische essen und das Essen frisch zubereitet wird, ist es meistens sicher. In Vietnam beispielsweise wären die goldenen Regel: „Wenn das Restaurant voll ist, es kleine Plastikhocker gibt und das Essen frisch zubereitet wird, ist es sicher“.
  • Mückenschutz: In Gebieten mit Malaria oder Dengue-Fieber ist Vorbeugung alles. Trag in der Dämmerung lange Kleidung und nutze Moskitonetze, wenn sie vorhanden sind. Hab am besten auch immer ein Mückenschutzmittel mit DEET oder Icaridin dabei. Das gibts in den meisten Ländern vor Ort zu kaufen und ist oft günstiger als in Deutschland.

Falls du dich doch mal richtig schlecht fühlst: Geh lieber einmal zu viel zum Arzt als zu wenig. In größeren Städten gibt es fast immer internationale Kliniken mit westlichem Standard. Mit einer passenden Auslandskrankenversicherung werden die Kosten dort in der Regel problemlos übernommen.

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