Tisch mit Kreditkarten und Geld
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Schritt 5: Finanzen auf Reisen

Wenn du unterwegs bist, willst du dich nicht ständig über hohe Gebühren beim Geldabheben ärgern. Deine normale Bankkarte (Girocard) funktioniert außerhalb Europas oft gar nicht oder nur sehr eingeschränkt. Du brauchst mindestens eine, besser zwei gute Reisekreditkarten.

Die richtige Kreditkarte finden

Es gibt zwei Arten von Karten: Echte Kreditkarten und Debitkarten. Bei einer Debitkarte wird das Geld sofort von deinem Konto abgebucht. Bei einer echten Kreditkarte wird einmal im Monat abgerechnet.

Wichtig: Für Mietwagen oder manche Hotels brauchst du oft eine echte Kreditkarte, da Debitkarten für die Kaution manchmal abgelehnt werden.

Achte bei der Wahl deiner Karte auf diese drei Punkte:

  1. Keine Jahresgebühr
  2. Kostenlose Bargeldabhebungen weltweit
  3. Keine Gebühren für Fremdwährungen
AnbieterKartentypVorteil
DKBDebit / CreditSehr zuverlässig, gute App. Als Aktivkunde weltweit kostenlos bezahlen und abheben.
Barclays (jetzt easyBank)CreditEchte Kreditkarte, ideal für Mietwagen-Kautionen. Keine Jahresgebühr.
N26DebitGute Zweitkarte. Du kannst Geld in Echtzeit über die App hin- und herschieben.

Gebühren an Geldautomaten

Auch wenn deine Bank keine Gebühren verlangt, erheben viele Automatenbetreiber (vor allem in Thailand oder den USA) eine eigene Gebühr pro Abhebung. Diese liegt oft zwischen 5 und 7 Euro.
Dagegen kann deine Bank im Ausland meistens nichts tun. Heb deshalb lieber seltener, aber dafür höhere Beträge ab, um diese Fixkosten zu minimieren.

Wähle am Automaten immer „Without Conversion“, damit deine Bank den Wechselkurs berechnet und nicht der Automatenbetreiber. Das ist immer günstiger.

Sicherheit und Notfallplan

Verlass dich niemals auf nur eine Karte. Wenn sie gesperrt wird, der Automat sie einzieht oder sie geklaut wird, stehst du ohne Geld da.

  • Zwei Konten: Hab mindestens zwei Karten von unterschiedlichen Banken dabei.
  • Getrennte Aufbewahrung: Eine Karte gehört in den Geldbeutel, die andere an einen sicheren Ort im Rucksack oder ins Schließfach im Hostel.
  • Tageslimits: Stell in deiner Banking-App ein niedriges Tageslimit ein. Falls die Karte kopiert wird, ist der Schaden begrenzt.
  • Notfall-Bargeld: Hab immer etwa 100 bis 200 US-Dollar oder Euro in bar dabei. Diese werden weltweit fast überall gewechselt, falls mal gar kein Automat funktioniert. Hat mir in Bangkok schon mal den A**** gerettet nachdem keiner der Automaten Geld rausgeben wollte.

Ausgaben im Blick behalten

Damit dein Budget nicht nach zwei Monaten weg ist, solltest du deine Ausgaben tracken. Es gibt Apps wie TravelSpend oder Spendee, in die du jeden Einkauf kurz einträgst. So siehst du sofort, ob du über deinem geplanten Tagesbudget liegst und wo du eventuell sparen musst. Ich selbst verwende TravelSpend seit 5 Jahren und liebe sie!

Weltreise Kreditkarte: Die besten Karten & Finanz-Tipps im Vergleich | ganzvielfernweh