Schreibtisch mit Geld, Taschenrechner und einem Plan über die Kosten.
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Schritt 2: Kosten und Budget

Die Frage nach den Kosten ist meistens die erste, die kommt. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, wohin du gehst und wie du reist. In Südostasien kommst du mit viel weniger Geld aus als in Australien oder den USA. Trotzdem gibt es ein paar Richtwerte, mit denen du planen kannst.

Was kostet die Weltreise pro Monat?

Für eine Reise im „Backpacker-Stil“ (Hostels, lokales Essen, Busse statt Inlandsflüge) kannst du mit folgenden monatlichen Budgets pro Person rechnen:

RegionBudget pro MonatTagesbudget
Südostasien900 € – 1.200 €ca. 30 € – 40 €
Mittel- & Südamerika1.100 € – 1.500 €ca. 35 € – 50 €
Ozeanien (Australien/NZ)2.500 € – 3.200 €ca. 80 € – 110 €
Nordamerika / Japanab 3.000 €ab 100 €

Das sind Durchschnittswerte. Wenn du viel feierst, teure Tauchkurse machst oder jeden zweiten Tag den Ort wechselst, steigen die Kosten schnell an. Genau so sinken die Kosten wenn du mit deinem Partner oder Travelbuddy reist und ihr euch die Kosten teilweise teilen könnt. Ich habe im Schnitt auf meiner Weltreise 2022 etwa 900€ pro Monat ausgegeben, inklusive aller Flüge, Visa und Versicherungen.

Die Kosten vor der Reise

Bevor du überhaupt im Flugzeug sitzt, gibst du bereits Geld aus. Diese Posten solltest du auf dem Schirm haben:

Ausrüstung (200 € – 500 €): Ein guter Rucksack, Packwürfel, Adapter, Powerbank und viele weitere Kleinigkeiten.

Gesundheit (300 € – 600 €): Viele Krankenkassen erstatten Reiseimpfungen, aber du musst oft erst mal in Vorleistung gehen.

Dokumente (100 € – 150 €): Neuer Reisepass, internationaler Führerschein und die ersten Visa-Gebühren.

Versicherung (ca. 40 € – 70 € pro Monat): Eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung ist Pflicht.

Der erste Flug (400 € – 800 €): Je nachdem, wo dein Abenteuer startet.

So sparst du dein Reisebudget zusammen

Geld zu sparen bedeutet oft, für eine gewisse Zeit Prioritäten zu setzen. Hier sind ein paar Tipps, die wirklich funktionieren:

  1. Ausgaben tracken: Schreib dir einen Monat lang jede noch so kleine Ausgabe auf. Du wirst staunen, wie viel Geld für Abos, Coffee-to-go oder schnelle Snacks zwischendurch draufgeht.
  2. Abos kündigen: Brauchst du wirklich Netflix, Disney+ und das Fitnessstudio, wenn du in sechs Monaten sowieso weg bist? Kündige alles, was du nicht zwingend brauchst.
  3. Verkaufen statt Lagern: Geh durch deine Wohnung. Alles, was du nicht mitnimmst und was keinen hohen emotionalen Wert hat, kann weg. Flohmärkte oder Plattformen wie eBay Kleinanzeigen und Vinted füllen die Reisekasse.
  4. Dauerauftrag einrichten: Eröffne ein separates Sparkonto und lass am Tag des Gehaltseingangs automatisch eine feste Summe dorthin überweisen. Was nicht auf dem Hauptkonto ist, gibst du auch nicht aus.

Der Notfall-Puffer

Plane immer einen Puffer ein. Ich empfehle mindestens 2.000 € bis 3.000 € zusätzlich auf einem Konto zu haben, an das du im Notfall rankommst. Sei es für einen spontanen Rückflug, eine Reparatur deines Laptops oder falls du nach der Reise ein paar Wochen brauchst, um wieder einen Job zu finden.

Rechne dein Budget lieber etwas großzügiger. Es ist ein mieses Gefühl, die Reise abbrechen zu müssen, nur weil das Geld am Ende nicht mehr reicht.